Jetzt also doch. Nach so vielen Wochen und Monaten gibt es hier wieder einen Beitrag – und ich will nicht zu viel spoilern, aber es wird spannend. Ich verspreche dir: Nach diesem Artikel wirst du viele Dinge in deinem Leben mit anderen Augen sehen. Du wirst wiederkehrende Muster erkennen, und ich helfe dir dabei, sie zu durchbrechen. Aber first things first.
Ich würde sagen, dass ich ein liebevoller und hilfsbereiter Mensch bin. Wenn jemand Hilfe braucht, bin ich da – zur Not auch mitten in der Nacht. Einen Großteil meines Lebens habe ich damit verbracht, darauf zu achten, dass es allen Menschen um mich herum gut geht. Das ist an sich nichts Schlechtes, sondern eigentlich eine Tugend.
Vielleicht bist du ja auch so ein Mensch: Du opferst dich für andere auf, hörst zu, tröstet und bist immer da wie ein Fels in der Brandung.
Irgendwann merkte ich jedoch, dass mein Verhalten weit über bloße Nettigkeit hinausging. Es war ein tief sitzendes Muster. Im Kern wollte ich einfach nicht abgelehnt werden – die Urangst, die hinter so einem gefälligen Verhalten steckt.
Wie gesagt: Es ist nichts Falsch daran, anderen zu helfen. Es wird erst dann gefährlich, wenn du keine eigenen Standards hast.
Stell dir vor, jemand kommt zu dir nach Hause und läuft mit dreckigen Schuhen direkt in dein Wohnzimmer. Warum tut er das? Weil du ihm nie gesagt hast (oder es bei dir nicht üblich ist), dass man draußen die Schuhe auszieht. Du kannst dem anderen also keinen Vorwurf machen. Er kennt deine Standards schlicht und ergreifend nicht und kann sich unmöglich danach richten.
Es ist also deine Aufgabe, deine Standards festzulegen, sie auszusprechen und im Ernstfall zu verteidigen.
Genau deshalb ist es so wichtig, klare Regeln für dein Leben zu definieren:
Das alles legst du fest – und niemand sonst. Du bist der Maßstab für dein Leben. Wenn du keine Standards implementierst, werden andere niemals wissen, wo deine Grenzen liegen.
Ein wirkungsvoller erster Schritt: Schreibe deine Standards schwarz auf weiß nieder. Erstelle dir eine Art „Hausordnung“ – nur für deine Seele und deinen Geist.
Es kann sein, dass es dir am Anfang ungewohnt oder schwerfällt, Grenzen zu ziehen. Doch glaube mir: Es gibt dir unglaublich viel Stärke, Kraft und Selbstliebe zurück.
Du bestimmst die Regeln. Und du bestimmst, wer in deinem Leben welche Rolle spielen darf.
Nur du. Niemand sonst.
In diesem Sinne wünsche ich dir einen wundervollen Tag!
Deine
Nicole