Schwanger mit Drillingen- Jetzt wird´s ernst...

3. März 2016

....so und jetzt geht's weiter.... Nun kommt nach langer Zeit endlich der zweite Teil meines Geburtsberichts. Wenn du noch einmal den ersten Teil lesen willst, dann schau einfach hier rein:)

Der nächste Moment an den ich mich erinnern kann, ist jener, als ich auf der Intensivstation aufgewacht bin. Eine Fruchtwasserembolie hatte mich dorthin gebracht. Ich wusste im ersten Augenblick überhaupt nicht was los war und so brauchte ich eine Weile um meine Gedanken zu sortieren. Die Ärzte erzählten mir später was passiert war, ich hatte 3 Tage im künstlichen Koma gelegen und dennoch ein Riesenglück gehabt, dass alles so gut verlaufen ist.

Begreifen konnte ich das alles aber trotzdem nicht so richtig. Später, ich erinnere mich es war Mittwoch, kam eine Krankenschwester zu mir und brachte mir einen Zeitungsartikel, auf dem meine 3 Kleinen "Wonneproppen" zu sehen waren und SO hab ich sie das 1. Mal gesehen!!!

Mein Verstand konnte es immer noch nicht richtig fassen... ich habe Drillinge geboren. Es muss an den Medikamenten gelegen haben, dass ich so durcheinander war. Jeden Tag kam mein Mann und besuchte mich, er brachte mir immer Neuigkeiten von den "Drillies" mit und hielt mich auf dem Laufenden, wie sie sich entwickeln. Das beruhigte mich zwar, aber nichtsdestotrotz wollte ich endlich selbst meine Babys sehen, denn ich lag auf der ITS und meine Babys ganz weit weg. Ich habe den Arzt jeden Tag gefragt, wann ich denn auf die normale Station zurückverlegt würde und am folgenden Samstag war es dann endlich soweit, es ging los 🙂

Da fällt mir noch eine Geschichte ein als ich auf der Intensivstation lag...einmal brachte mir mein Mann ein Bild mit, was unsere große Tochter gemalt hatte, darauf hat sie sich und ihre 3 Geschwister gezeichnet und es war das das erste Mal das sie "richtige Personen" gemalt hat. Da hab ich vielleicht geheult kann ich Euch sagen, das hat mich echt berührt. Mir treibt es schon wieder Tränen in die Augen während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe. Schnief...

Aber zurück zur Geschichte, ich war wieder in meinem alten Zimmer mit meiner "alten" Bettnachbarin. Am frühen Nachmittag kam mein Mann und holte mich im Rollstuhl ab, denn ich war noch zu wackelig auf den Beinen um selbst zu meinen Kleinen zu gehen. Das erste Mal auf einer Frühchenintensivstation war schon etwas befremdlich für mich, aber mein Mann kannte die ganze Prozedur ja schon. Erst musste man klingeln und sich anmelden, WER man war und zu WEM man möchte, dann die Hände desinfizieren und dann endlich durften wir in dem Raum wo unsere "Drillies" lagen. Alle 3 Geschwisterchen lagen in einem Inkubator und sie waren ja sooo winzig. Die Monitore, die ganzen Schläuche und Sonden, die für die Nahrung sorgten, konnten einem schon ganz schön Angst einjagen.

Ich bin zunächst einmal zu allen einzeln hingerollt und habe meine 3 Babys betrachtet, wie ein Wunder...vor nicht allzu langer Zeit hatten wir erfahren das wir gleich 3 Würmchen bekommen würden und da lagen sie nun...ihr Zustand war stabil, der kleine Finn hatte noch ein wenig Probleme mit der Luft und bekam deshalb noch ein bisschen Unterstützung, aber sonst war alles relativ gut. Als ich dann abends im Bett lag und den Tag Revue passieren lies, musste ich wieder weinen, irgendwie war das alles ganz schön krass. Aber ab diesem Moment ging es jeden Tag ein Stückchen bergauf und nach einer Woche wurde ich entlassen. Ich hab auf dem Weg nach Hause wieder geweint, denn die Kleinen mussten ja noch eine Weile im Krankenhaus bleiben, da sie noch an Gewicht zulegen mussten und die Körpertemperatur noch nicht alleine halten konnten.

Trotz allem kam ich mir vor wie eine Rabenmutter, die ihre Kinder allein lässt, aber es gab keine andere Möglichkeit und ich war auch froh Heim zu dürfen, denn dort wartete ja auch unser großes Mädel darauf, dass Mama wiederkommt. Außerdem gab es in den nächsten Wochen noch viel zu tun, sämtliche Anträge die gestellt werden mussten usw. Dann müsste noch das Kinderzimmer für die Kleinen ausgebaut, renoviert und eingeräumt werden.

In den nächsten Tagen sind wir jeden Nachmittag zu den Kleinen gefahren. Sie wurden glücklicherweise von Tag zu Tag stabiler, sodass die Schwestern Sie uns auf die Brust legen konnten, mal einen oder auch manchmal alle 3. Da sie noch so klein waren, hat das noch gut gepasst, heute sind sie schon so groß, das gerade mal 2 auf meinem Schoß sitzen können. Später durften wir unsere Kleinen auch allein windeln und die Temperatur messen, wobei ich das immer meinem Mann überlassen habe, da ich Angst hatte sie zu zerbrechen. Nach 3 langen Wochen wurden sie dann auf die Neugeborenen-Nachsorge Station verlegt, wo es weiter bergauf ging und sie nun auch aus der Flasche tranken, was sie ja auch erst einmal lernen mussten;) Der kleine Finn war der 1. den wir dann nach ungefähr 6 Wochen mit nach Hause nehmen durften, seine beiden Schwestern kamen dann 1 Woche später auch nach Hause, sodass wir als ganze Familie das Weihnachtsfest verbringen konnten.

Nicole, Mama⁵,
Bloggerin & Coach

Mom Empowerment Coaching Coaching für Mütter

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